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    POSEN: AN DER WIEGE POLENS, „EIN SCHLACHTFELD“ 
    UND BEISPIEL EINER GELUNGENER INTEGRATION.


    Großpolen (Altpolen) war der Anfang polnischer Geschichte. Im 10. Jahrhundert ging von hier die Vereinigung der lechitischen Stämme aus. Hier wurde der erste Kirchenbau Polens um 966 errichtet, von hier aus regierten das Land und hier fanden ihre Grablegen die ersten drei christlichen Herrscher aus dem Geschlecht der Piasten: Herzog Mieszko I., König Boleslaus der Tapfere und König Mieszko II. Auf diesem Gebiet, in Gnesen, nahm auch durch Otto III. ihren Anfang im Jahr 1000 die deutsch-polnische politische Partnerschaft. Die Polen haben hier jahrhundertenlang im friedlichen Miteinandersein mit den Deutschen gelebt (bis in unsere Zeiten lebt in Posen die Tradition der „Bambrzy“ - „Bamberger“ – Posener deutscher Abstammung manchmal schon in der 10. Generation). Auch an diesem Ort, in Poznan, erhob sich 1956 zum ersten Mal das polnische Volk gegen das kommunistische Regime.
    In der Stadt war, seit ihrer Neugründung, die deutsche Minderheit immer zahlenmäßig stark: die Deutschen machten, nach Polen und Juden, die drittgrößte Bevölkerungsgruppe aus.
    Posen und seine Umgebung ist auch ein historisches Beispiel für wenig glückliches Zusammenleben von Polen und Deutschen. Im 19.Jahrhundert, in der Zeit also, als es kein Polen auf der Europakarte gab, herrschten hier die Preußen. Schon seit 1830, besonders aber nach 1871, im Rahmen des berüchtigten Kulturkampfes und der späteren, vom Staat organisierten und geförderten „Kolonisierungsaktion“ kämpften hier preußische Behörden gegen die polnische Sprache an den Schulen, in der Kultur und Wissenschaft, gegen polnische Anwesendheit in der Wirtschaft: im Handel und in der Industrie. Die Stadt war damals in zwei beinahe hermetisch voneinander getrennte Welten geteilt: die polnische und die deutsche. Diese Epoche, voll von verschiedensten Ereignissen: (Abschaffung von Polnisch-Unterricht, Verbot polnischer Theatervorstellungen, finanzieller Förderung der germanisatorischen Vereinen vom städtischen Haushalt), seitens der Polen aber des organisierten Selbstverteidigung: (Gründung eigener Banken, Museen, Schülerstreiks und sogar bewaffneter Widerstand), beendet mit dem siegreichen Aufstand 1918 ist integraler Teil der Stadtgeschichte. Geschichte einer urpolnischen Stadt, in der unter anderen… Paul von Hindenburg, späterer Feldmarschall und Reichspräsident geboren wurde.

    Doch Posen hat noch eine andere, deutsch-polnische Geschichte zu erzählen, die Toleranz und gegenseitige Achtung lehrt. Nach dem Jahr 1719 besiedeln die vom Krieg und von der Pest verwüsteten städtischen Dörfer so genannte „Bamber“ – deutsche Bauern aus der Umgebung von Bamberg, die vom Posener Stadtrat eingeladen worden sind. Ihnen wurden hier günstige Bedingungen garantiert, und sie haben es ihrer neuen Heimat mit Fleiß und Loyalität entlohnt. Denn schon nach 70 Jahren, als preußische Behörden sie nach den Teilungen Polens als Deutsche eintragen wollten, verlangten die „Bamber“ fast ausnahmslos, dass man sie als Polen eintragen und auch behandeln möge. Mit der Zeit, als die Stadt ihr Gebiet vergrößerte, wurden die „Bamber“ mit ihrer Kultur und ihren Traditionen ihre Bewohner, und viele „Bamberger“ Familien spielten (und spielen bis heute) eine bedeutende Rolle im kulturellen und wirtschaftlichen Leben Posens. So war es in den 100 Jahren preußischer Herrschaft. Die Preußen aber, obwohl sie selbst gegen das Polentum hier kämpften, respektierten die Wahl dieser Menschen. Doch einen großen Preis mussten sie für ihre Treue Polen gegenüber während des Zweiten Weltkriegs bezahlen – Hunderte „Bamber“ wurden in die Konzentrationslager geschickt, weil sie die „Volksliste“ nicht unterschrieben hatten, viele von ihnen kamen dort ums Leben. Bis heute findet ein aufmerksamer Leser im Posener Adressbuch tausende deutscher Namen – doch ihre Träger sind bereits seit 8 -10 Generationen Polen. Sie sind sich aber ihrer Abstammung bewusst und pflegen ihre Bräuche, haben ihren Verein, ihre Trachten, und seit kurzer Zeit sogar ihr Museum.

    REISEPROGRAMM:

    FREITAG:
    Am Nachmittag: Ankunft aus Berlin, 
    (Gruppen können in Berlin an einem festgelegten Ort vom Reiseleiter empfangen werden, an der Grenze, wenn sie mit dem Reisebus kommen oder die Reise kann in einer anderen Stadt beginnen, wenn die Mehrheit der Reiseteilnehmer aus dieser Stadt stammt).
    Begrüßung, Einquartierung im Hotel (3***).
    Präsentation: „Posen und Altpolen im geschichtlichen Überblick“
    Abendessen: Altpolnische Küche
    Spaziergang in der Zitadellenpark.

    SAMSTAG:
    Vormittag: Dom und die Dominsel. Rathaus und Altmarkt, Historische Stadtmakette.
    Mittagessen: Großpolnische Küche (Restaurant „Roter Flügel“) 

    Fahrt nach Gniezno.




    GNIEZNO:
    Der älteste Sitz der Piasten-Herzöge des polanischen Stammes. Von hier aus starteten sie am Anfang des 10. Jahrhunderts ihre Expansion und bauten einen großen Staat auf, der im Jahr 966 in die Familie der christlichen Völker aufgenommen wurde. In Gniezno wurde auch der erste Märtyrer bestattet, Heiliger Adalbert (poln. Wojciech), Bischof von Prag, und Freund des Kaisers Otto III., der 997, während einer Mission bei den Pruzzen (späteres Territorium Preußens) umgekommen ist. An seinem Grab trafen sich im Jahre 1000 Kaiser Otto III. mit dem polnischen Herrscher Boleslaus dem Tapferen, dessen Königswürde damals anerkannt worden ist. Die beiden Souveräne bekräftigen hier ihre Freundschaft, und die Stadt ist bei dem Anlass zum ersten Metropolitansitz Polens und Krönungsort polnischer Könige erhoben worden. Obwohl die polenfreundliche Politik Ottos III. von seinen direkten Nachfolgern nicht fortgesetzt wurde, blieb diese Gnesner Zusammenkunft für immer ein Zeichen der friedlichen Zusammenarbeit und gegenseitiger Anerkennung. Gnesen war bis 2003 auch der Sitz des Primas von Polen, des ersten Bischof der katholischen Kirche in unserem Land. Der jetzige Erzbischof, Heinrich Muszynski, ist für seine Offenheit der Deutschen gegenüber bekannt, er ist Träger des Großen Verdienstordens der BRD. Der größte Kulturschatz Gnesens ist die „Gnesner Tür“, eine romanische (12 Jh.) Bronzetür im Dom mit 18 Szenen aus dem Leben des Hl. Adalbert.

    Besichtigung:
    Gnesner Dom mit dem Adalbertus-Schrein, Gnesner Tür, Museum der Anfänge des polnischen Staates.
    Nach Möglichkeit Begegnung mit dem Erzbischof von Gnesen.

    Abendessen (Mini-Brauerei Brovaria) und Spaziergang durch die Neue Stadt (Kaiserstadt) in Posen.

    SONNTAG:
    Vormittag: Museum der Bamber, Begegnung mit den Vertretern der Posener „Bamber“
    (Nachfahren der deutschstämmigen Bewohner Posens)
    Mittagessen: Grill auf polnisch (Restaurant: Koziolki)
    Nach dem Mittagessen: 
    Besichtigung in der Adelsresidenz Kornik bei Poznan.
    Ca. 17. Uhr. Beendigung der Reise und Abfahrt in Richtung Berlin.

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